Storch-Rekorde in Sachsen-Anhalt: Über 15.000 Paare brüten entlang der Elbe

Ein positives ökologisches Zeichen für Sachsen-Anhalt: Die Zahl der brütenden Weißstörche erreicht in diesem Jahr Rekordniveau. Laut aktuellen Daten des Deutschen Storchenzentrums brüten aktuell rund 15.000 Storchpaare in ganz Deutschland – die höchste Zahl seit Beginn systematischer Erfassungen. Ein Großteil dieser Population lebt entlang der Mittleren Elbe, die als einer der bedeutendsten Storch-Hotspots des Landes gilt.

Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen besonders hohe Zuwächse. Zahlreiche Nistplätze auf Kirchtürmen, Strommasten und eigens errichteten Plattformen tragen zum Erfolg bei. Das milde Frühjahr und die reiche Nahrungsgrundlage in Feuchwiesen und Auenlandschaften haben die Fortpflanzung begünstigt. „Die Elbtalaue bieten ideale Bedingungen für Störche – und das wird sich auch in den Zahlen widerspiegeln“, so ein Sprecher des Naturschutzbundes (NABU) in Halle.

Der Rückgang der Störche in den 1980er Jahren hatte bundesweit Sorge ausgelöst. Durch gezielte Schutzmaßnahmen, Renaturierung von Feuchtgebieten und die Unterstützung durch lokale Storchengemeinschaften konnte die Population jedoch kontinuierlich wachsen. Besonders in Gemeinden wie Hohenwarsleben, Schönebeck oder Wittenberg sind die Tiere mittlerweile fester Bestandteil des Ortsbildes.

/p>

Die Behörden in Sachsen-Anhalt planen, die Storch-Pflege weiter zu fördern. Geplant sind zusätzliche Monitoring-Programme und Bildungsangebote für Schulen, um das Bewusstsein für den Artenschutz zu stärken. Der Weißstorch gilt als Symbol für intakte Natur und gilt als einer der erfolgreichsten Naturschutzgewinner der letzten Jahrzehnte.

Quellen: MDR – Nachrichten