Nationaler Sicherheitsrat tagt wegen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle

Der Nationale Sicherheitsrat hat am Donnerstagmorgen in einer telefonischen Sitzung über den Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle beraten. Hintergrund ist der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Gelände des Airports, der am Mittwoch bekannt wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz leitete die Krisensitzung, an der auch Vertreter der Bundeswehr, des Bundesinnenministeriums und des Bundesnachrichtendienstes teilnahmen.

Laut Medienberichten handelt es sich bei der Drohne um ein hochwertiges Fabrikat, das mit SIM-Karten ausgestattet war, die möglicherweise zur Zündung des Sprengstoffes hätten genutzt werden können. Experten sprechen von einer sogenannten Kamikaze-Drohne, die gezielt eingesetzt wurde. Der Flugverband Deutschland fordert daraufhin eine rasche Umrüstung der wichtigsten deutschen Flughäfen mit Drohnenabwehrsystemen – ausgerechnet der Flughafen Leipzig war bislang nicht in das Schutzprogramm einbezogen worden.

SPD-Politiker Sebastian Fiedler bezeichnete den Angriff als »kriegerischen Akt« und mahnte eine umfassende Aufklärung an. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, eine mögliche Herkunft aus einem fremdenstaatlichen Umfeld wird nicht ausgeschlossen. Der Flughafen Leipzig/Halle selbst blieb nach dem Vorfall in Betrieb, jedoch wurden Sicherheitsprotokolle verschärft.

Der Vorfall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge an kritischer Infrastruktur. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, schnell und effektiv auf neue Sicherheitslücken zu reagieren.

Quellen: Spiegel Online – Deutschland, Welt Online, ZEIT Online – Deutschland, FAZ Online