Neue Drohnenfunde mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig: Ermittlungen deuten auf hybriden Angriff hin

Am Flughafen Leipzig/Halle häufen sich die mysteriösen Drohnenfunde: Nach dem ersten Vorfall mit einer Sprengstoff beladenen Drohne wurde nun eine zweite, möglicherweise sogar eine dritte Drohne mit explosiven Materialien entdeckt. Laut Ermittlern handelt es sich bei dem am zweiten Fundort sichergestellten Sprengstoff jedoch nicht um denselben Typ wie beim ersten Fund – ein Umstand, der die Ermittlungen weiter verkompliziert und Spekulationen über mehrere Tätergruppen oder ein koordiniertes Vorgehen nährt.

CDU-Politiker Mark Henrichmann warnte vor hybriden Angriffen aus dem Ausland und sprach von „aggressiven Netzwerken“, die offenlegt und bekämpft werden müssten. Auch Sicherheitsexperte Nico Lange sieht die Bundesregierung in der Pflicht, klar Stellung zu beziehen. Er vermutet, dass viele der eingesetzten Akteure nicht einmal wüssten, dass sie als Agenten instrumentalisiert würden. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, in Kürze den verantwortlichen Staat namentlich zu benennen – Beobachter deuten dies als indirekte Anspielung auf Russland.

Die Hypothese einer russischen Beteiligung stützt sich darauf, dass die Antonow-Flugzeuge, die in Leipzig stationiert sind, strategisch wertvolle Transportmittel im Ukraine-Konflikt darstellen könnten. Ihre Zerstörung würde Moskau indirekt nutzen. Die Bundesregierung prüft daher, ob es sich um einen gezielten hybriden Angriff im Sinne von Sabotage und Desinformation handelt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch bisher gibt es keine konkreten Hinweise auf die Täter.

Quellen: Welt Online, Der Tagesspiegel, FAZ Online, ZEIT Online, MDR – Nachrichten