Das Regenbogenkombinat in Cottbus hat erneut einen feindlichen Akt vorgefunden: In der Nacht zum Freitag wurden mehrere Fahnen des Zentrums mit Hakenkreuzen beschmiert, zudem prangten auf der Fassade die Worte „Hassen euch“. Die Initiative bestätigte den Vorfall über ihre Kanäle und betonte, dass dies vermutlich nicht der erste Anschlag sei – bereits in der Vergangenheit waren queerfeindliche Parolen und Sachbeschädigungen gemeldet worden.
Das Regenbogenkombinat fungiert als wichtiger Treffpunkt für LGBTQ+-Menschen in der Lausitzregion und organisiert regelmäßig Veranstaltungen, Beratungsangebote und Bildungsformate. Der jüngste Übergriff erfolgt zu einem Zeitpunkt steigender Bedrohungen gegen linke und queere Einrichtungen in Ostdeutschland. Die Betreiber*innen verurteilten die Tat als gezielte Einschüchterung und forderten stärkere Unterstützung durch Kommune und Polizei.
„Wir lassen uns nicht einschüchtern“, heißt es in einer Stellungnahme. Dennoch zeige der Vorfall, wie angespannt die Lage sei. Die Stadt Cottbus hat mittlerweile angekündigt, gemeinsam mit dem Verein Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Antidiskriminierungsnetzwerke aus ganz Brandenburg solidarisieren sich mit dem Zentrum und planen eine öffentliche Kundgebung vor Ort. Der Fall unterstreicht erneut die Notwendigkeit eines aktiven Schutzes von Vielfalt und Demokratie in ländlichen und strukturschwachen Regionen.
Quellen: Der Tagesspiegel