Die anhaltende Trockenheit in Sachsen-Anhalt hat die Wasserstände der Elbe weiter sinken lassen. In Magdeburg wurden am Montagmittag lediglich noch 34 Zentimeter gemessen. Noch dramatischer ist die Lage bei Barby, rund 50 Kilometer weiter flussabwärts, wo der Pegel auf nur zehn Zentimeter abgesunken ist. Die extrem niedrigen Wasserstände beeinträchtigen die Binnenschifffahrt erheblich, viele Frachtrouten sind nur eingeschränkt oder gar nicht mehr befahrbar.
Experten warnen vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen, da die Elbe ein wichtiger Transportweg für Güter wie Kohle, Getreide und Baustoffe ist. Schiffe müssen teilweise entladen werden, um nicht auf Grund zu laufen, was zusätzliche Kosten verursacht. Die Deutsche Binnenschifffahrtsverbände fordern mittelfristig Anpassungen der Infrastruktur, etwa durch vertiefte Fahrrinnen oder alternative Transportkonzepte.
Auch ökologisch birgt das Niedrigwasser Risiken: Gefährdete Fischarten haben weniger Lebensraum, und die Konzentration von Schadstoffen im Wasser steigt. Gleichzeitig nutzen Anwohner die freigelegten Uferbereiche für Spaziergänge – ein scheinbar idyllischer Anblick, der die ernste Lage überdeckt. Die Wasserwirtschaftsbehörden beobachten die Entwicklung täglich und erwarten keine nennenswerte Besserung in den kommenden Tagen.
Quellen: MDR – Nachrichten