Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel erhält Villa-Massimo-Stipendium

Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel bereitet sich auf einen kreativen Aufenthalt in Rom vor: Ab Herbst wird sie als Stipendiatin in der Villa Massimo leben und arbeiten. Die Einrichtung gilt als das bedeutendste deutsche Künstlerstipendium im Ausland und bietet Schriftstellern, Komponern und bildenden Künstlern ein Jahr lang Raum für ungestörte Arbeit. Für Strubel, die seit Jahren in Potsdam lebt und schreibt, ist dies eine besondere Anerkennung ihres literarischen Wirkens.

Strubel erlangte 2021 große Aufmerksamkeit mit ihrem Roman „Blaue Frau“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war und zahlreiche Leserinnen und Leser begeisterte. In ihren Werken verbindet sie poetische Sprache mit tiefgründigen Erkundungen von Identität, Zugehörigkeit und emotionalen Grenzgängen. Ihr Stipendium in Rom soll ihr die Möglichkeit geben, an neuen literarischen Projekten zu arbeiten, fernab vom Alltag, aber inmitten einer inspirierenden kulturellen Umgebung.

Die Villa Massimo, im römischen Stadtteil Parioli gelegen, wurde 1910 als deutsche Kulturbotschaft in Italien gegründet. Jedes Jahr werden rund 20 Künstler aus Deutschland ausgewählt, die dort ein Jahr lang residieren. Strubel freut sich besonders auf ein Detail: „Ich darf meine Schreibmaschine mitnehmen“, sagt sie in einem Interview. Dieser kleine, aber bedeutende Hinweis zeigt, wie sehr sie an konkreten Arbeitsritualen hängt – und wie sehr der Wechsel nach Rom auch eine Rückkehr zu klassischen Schreibformen bedeuten könnte.

Quellen: Der Tagesspiegel