Potsdamer Baubeigeordneter vor dem politischen Aus: Amtskollegen distanzieren sich nach verbalen Angriffen

Der Potsdamer Baubeigeordnete Bernd Rubelt gerät nach verbalen Angriffen auf Oberbürgermeisterin Eva Weiß zunehmend in die politische Isolation. In einer außergewöhnlichen gemeinsamen Erklärung haben sich alle anderen Beigeordneten des Rathauses öffentlich von Rubelt distanziert. Die kollegiale Zusammenarbeit sei durch seine Äußerungen „untragbar belastet“, hieß es in der Stellungnahme.

Rubelt hatte die Oberbürgermeisterin vergangene Woche in einer Sitzung heftig kritisiert und ihr „autoritäres Führungsverhalten“ vorgeworfen. Seine Äußerungen wurden als persönlicher Angriff wahrgenommen, der über sachliche Kritik deutlich hinausgehe. Nun fürchten viele im Rathaus eine Zuspitzung des Konflikts, die auch die Arbeit der Stadtverwaltung beeinträchtigen könnte.

Die SPD-Fraktion im Potsdamer Stadtparlament hat bereits signalisiert, dass sie einen Misstrauensantrag gegen Rubelt prüft. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen über mögliche Nachfolgeregelungen diskutiert. Ein parteiinternes Treffen soll am kommenden Dienstag Klarheit bringen. Bis dahin bleibt Rubelt zwar im Amt, doch sein politisches Überleben gilt als höchst fraglich.

Die Distanzierung durch alle Amtskollegen ist ungewöhnlich und verdeutlicht das Ausmaß der Ablehnung innerhalb der Verwaltungsspitze. Beobachter sehen darin ein klares Zeichen dafür, dass Rubelt kaum noch Rückhalt genießt – nicht nur bei den Kollegen, sondern auch in der Breite der politischen Landschaft Potsdams.

Quellen: Der Tagesspiegel