Potsdam greift zu neuen Instrumenten im Kampf gegen die angespannte Wohnungssituation. Mit dem sogenannten Bauturbo sollen künftig größere Bauvorhaben erheblich schneller genehmigt und umgesetzt werden als bisher. Ein erstes Projekt startet bereits: Auf einem ehemaligen Parkplatz in der Nähe der Universität soll ein neues Studentenwohnheim mit mehreren hundert Plätzen entstehen.
Das Bauprojekt gilt als Modell für eine neue Beschleunigungsstrategie der Stadtverwaltung. Normalerweise dauerten solche Vorhaben Jahre, bis alle Genehmigungen vorlägen. Durch den Bauturbo – ein gebündeltes Verfahren mit parallelen Abstimmungen zwischen Behörden, Planern und Investoren – soll die Realisierungszeit nun auf Monate verkürzt werden.
„Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum, besonders für Studierende“, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. „Der Bauturbo ermöglicht es uns, Hindernisse schneller aus dem Weg zu räumen, ohne dabei Sicherheits- oder Umweltstandards zu vernachlässigen.“
Die neue Methode sieht zudem verstärkte digitale Planungsprozesse und feste Zeitpläne für Genehmigungsverfahren vor. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um in wachsenden Städten wie Potsdam die Infrastruktur zeitnah mitzuentwickeln. Weitere Standorte für beschleunigte Bauprojekte seien bereits identifiziert, hieß es aus dem Rathaus.
Quellen: Der Tagesspiegel