Protest gegen rechtsextremen Sänger Thompson: Politische Parteien fordern Konzertabsage in Frankfurt

Ein geplanter Konzertauftritt des kroatischen Musikers Thompson in Frankfurt sorgt für politische Unruhe. Der Sänger, dessen Lieder wiederholt mit nationalistischer und faschistischer Symbolik in Verbindung gebracht wurden, soll im November in der Frankfurter Jahrhunderthalle auftreten. Doch nun formiert sich breiter Widerstand aus allen Teilen des demokratischen Spektrums.

Grüne, Linke und CDU haben gemeinsam die Absage des Konzerts gefordert. „Thompson steht für eine Ästhetik, die historische Verbrechen glorifiziert und antidemokratische Strömungen nährt“, sagte die Frankfurter Kulturdezernentin. Auch die hessische Landesregierung distanziert sich indirekt: Innenminister Poseck betonte, dass Veranstaltungen mit rechtsextremer Nähe „nicht in unser demokratisches Miteinander passen“.

Die Veranstalter argumentieren bisher mit Kunstfreiheit und weisen darauf hin, dass sie die rechtlichen Rahmenbedingungen prüfen lassen. Das Ordnungsamt Frankfurt kündigte an, das Programm sowie die Genehmigungsvoraussetzungen genau unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig wächst der Druck aus der Zivilgesellschaft: Antidiskriminierungsinitiativen und Überlebendenverbände planen Protestaktionen vor der Halle. Die Polizei bereitet sich bereits auf eine mögliche Großkundgebung vor.

Quellen: Welt Online