Im laufenden Prozess um den Mord an dem jungen Mann aus Güstrow eskaliert die Situation für die Angeklagte Gina H. Bei einer erneuten Vernehmung vor Gericht in Rostock machte sie laut Berichten aus dem Verhandlungssaal schwerwiegende widersprüchliche Angaben zu ihrem Alibi. Die Aussagen, die ursprünglich als stabil galten, zeigten nun Lücken, die die Ermittler und Richter zunehmend misstrauisch stimmen.
Der Fall hatte bundesweite Aufmerksamkeit erregt, nachdem der 19-jährige Fabian aus Güstrow unter mysteriösen Umständen gestorben war. Die Staatsanwaltschaft geht von vorsätzlichem Mord aus. Die Anklage argumentiert, dass die Angeklagte mehrfach versucht habe, ihre Spuren zu verwischen. Die neuen Widersprüche stützen diese These und könnten das Gericht dazu veranlassen, strengeres Vorgehen gegen die Beschuldigte zu erwägen.
Die Verhandlung wird weitergeführt, weitere Zeugen sollen gehört werden. Beobachter erwarten, dass die Verteidigung versuchen wird, die Glaubwürdigkeit der neuen Aussagen anzuzweifeln. Dennoch gilt der aktuelle Stand als Wendepunkt im Prozess: Erstmals scheint die Position der Angeklagten ernsthaft zu bröckeln. Die Öffentlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern verfolgt den Fall gespannt, besonders in den Regionen um Güstrow und Rostock.
Quellen: ntv – Nachrichten (DE, 15.09.2026 12:18)