Salat vom Supermarktdach: Berlin-Lankwitz setzt neues Zeichen für urbane Landwirtschaft

In Berlin-Lankwitz entsteht eine neue Form der städtischen Nahrungsmittelversorgung: Auf dem Dach eines Rewe-Supermarkts wird nun Salat angebaut, der noch am selben Tag in die Verkaufsregale darunter gelangt. Das innovative Projekt kombiniert urbane Landwirtschaft mit regionaler Versorgung und verkürzt den Weg von der Ernte bis zum Konsumenten auf wenige Meter.

Die Dachfläche des Supermarkts wurde mit speziellen Pflanzgefäßen ausgestattet, in denen verschiedene Salatsorten wachsen. Täglich erfolgt eine kleine Ernte durch das Ladenpersonal oder externe Betreiber. Die so produzierten Mengen sind zwar überschaubar, doch das Symbolgewicht des Projekts ist groß. Es zeigt, wie Flächen in dicht besiedelten Stadtteilen neu gedacht werden können – besonders vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach lokalen und klimafreundlichen Produkten.

Bereits in anderen europäischen Städten gibt es vergleichbare Initiativen, etwa in Paris oder Rotterdam. In Berlin war das Vorhaben jedoch nur durch enge Abstimmung mit Baubehörden und Brandschutzexperten umsetzbar. Nun könnte das Modell Schule machen: Sollte sich die Pilotphase als wirtschaftlich tragfähig erweisen, könnten weitere Filialen folgen. Rewe betont, dass es nicht um industrielle Produktion gehe, sondern um ein Statement für mehr Nachhaltigkeit mitten in der Stadt.

Quellen: Der Tagesspiegel