Der deutsche Schauspieler Ralf Richter, eine prägende Figur des deutschen Films und besonders des Ruhrgebietskinos, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Bekannt wurde er durch seine Rolle als Kalle Grabowski in Wolfgang Petersens Kultfilm „Das Boot“. Doch weit über diese internationale Produktion hinaus verkörperte er in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien die raue wie herzliche Seele des Ruhrgebiets.
Richter, geboren in Essen, blieb seiner Heimatregion zeitlebens verbunden. In Produktionen wie „Rote Rosen“ oder „Lindenstraße“ sowie in regionalen Krimis wie „Tatort Münster“ verkörperte er Figuren, die von Authentizität und sozialem Bewusstsein geprägt waren. Sein markantes Gesicht und die unverkennbare Ruhrpott-Schnauze machten ihn zu einem Publikumsliebling.
Privat galt der Schauspieler als zurückhaltend, fröhlich und herzlich. Kollegen und Fans würdigen ihn als menschlich wie künstlerisch authentisch. „Unerwartet und viel zu früh“ – so lautet die einhellige Reaktion aus der Film- und Fernsehbranche. Mit seinem Tod verliert Nordrhein-Westfalen eine kulturelle Identifikationsfigur, deren Wirkung weit über die Grenzen der Region hinausreichte.
Quellen: Der Tagesspiegel, FAZ Online