Schüsse auf Friseursalon in Berlin-Steglitz: Polizei ermittelt wegen Schutzgelderpressung

Am Samstagabend haben Unbekannte einen Friseursalon in Berlin-Steglitz beschossen. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts der Schutzgelderpressung. Der betroffene Laden soll enge Verbindungen zum Umfeld des Rappers Samra haben, was die Aufmerksamkeit auf die Tat weiter verschärft. Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen, die gegen die Fensterfront des Geschäfts abgefeuert wurden. Verletzt wurde niemand, doch die Ermittler sprechen von einem gezielten Angriff.

Der Fall wirft erneut Fragen nach der Bekämpfung organisierter Kriminalität in Berlin auf. Ex-LKA-Ermittler Klaus Nachtigall warnte in einer Stellungnahme: „Das läuft aus dem Ruder.“ Laut WELT-Investigativreporter Sergen Kaya deuten Hinweise darauf hin, dass Hintermänner mit der Drohung arbeiten, „wird nicht bezahlt, wird es brutaler“. Solche Muster seien typisch für strukturierte Erpressungsnetzwerke, die zunehmend auch in der Hauptstadt aktiv seien.

Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft Videoaufzeichnungen aus der Umgebung. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einer Serie von Gewalttaten, die in den vergangenen Monaten vermehrt Aufmerksamkeit auf kriminelle Strukturen in bestimmten städtischen Milieus gelenkt haben. Der betroffene Stadtteil Steglitz gilt bislang als ruhig – die Tat markiert daher einen besorgniserregenden Einschnitt.

Quellen: Welt Online