Schwesig räumt Fehler in früherer Russland-Politik ein

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat in einer aktuellen Stellungnahme eingeräumt, dass ihre frühere proaktive Haltung gegenüber Russland heute kritisch zu sehen sei. „Das sehe ich mittlerweile kritisch“, erklärte Schwesig mit Blick auf ihre langjährige Unterstützung des Gasprojekts Nord Stream 2, das vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges stark an Brisanz verloren hat.

Trotz der Selbstkritik betonte die Regierungschefin, dass ihre damaligen Entscheidungen aus wirtschaftlichen und energiepolitischen Überlegungen heraus getroffen wurden. „Ziel war es, stabile Energiebeziehungen zu sichern – ein Ansatz, der sich im Nachhinein als falsch erwiesen hat“, so Schwesig. Die aktuelle geopolitische Lage habe deutlich gemacht, dass Abhängigkeiten von autoritären Regierungen riskant seien.

Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, da die Debatte über frühere Kooperationsformen mit Russland in deutschen Landesregierungen weiter anhält. In Mecklenburg-Vorpommern, das durch seine Ostseelage historisch enge Verbindungen zum russischen Energiesektor unterhielt, steht die Landesregierung besonders im Fokus. Schwesigs Distanzierung könnte als Signal an die Bevölkerung verstanden werden, aus der Vergangenheit gelernt zu haben – wenngleich die Verteidigung ihres Engagements für Nord Stream 2 weiter kontrovers diskutiert wird.

Quellen: Welt Online