Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat angesichts sinkender Umfragewerte für die Bundesregierung weiterhin volles Vertrauen in Kanzler Friedrich Merz bekundet. In mehreren Medieninterviews betonte Söder am Samstag, Merz stehe „sehr stabil und stark“ und er sei „fest überzeugt, dass er Kanzler bleibt“. Die CSU will damit ein Signal der Geschlossenheit setzen, nachdem interne Unruhe über die Ausrichtung der Koalition sowie Widerstand gegen zentrale Reformvorhaben zugenommen hat.
Ein zentrales Streitthema ist die geplante Rentenreform „Rente mit 63“, die von Söders CSU maßgeblich vorangetrieben wurde. Nun droht das Vorhaben zu scheitern – nicht zuletzt wegen Widerstands aus der CDU-Landesverbänden. Söder zeigte sich überrascht und alarmiert: „Alle Parteien hatten sich auf dieses Paket geeinigt. Jetzt droht es an internen Differenzen zu zerbrechen.“ Er betonte, die Reform sei notwendig, um soziale Gerechtigkeit im Alter zu gewährleisten und wirtschaftliche Stabilität zu wahren.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der AfD, die Söder auf ungelöste Migrationsfragen und wirtschaftliche Unsicherheit zurückführt, sieht er sich in seiner Rolle als „Stabilisator der Demokratie“. Besonders in Bayern, wo die CSU traditionell stark ist, will die Partei durch klare Kurssetzung Vertrauen zurückgewinnen. Doch selbst in Merz’ Zweitwohnsitz Gmund am Tegernsee, einem Musterort bürgerlicher Stabilität und CSU-Hochburg, wächst die Unzufriedenheit – ein langjähriges Parteimitglied trat dort kürzlich aus.
Quellen: Welt Online (DE, 02.08.2026 17:02), ARD Tagesschau – Inland (DE, 02.08.2026 16:43), ZEIT Online – Deutschland (DE, 02.08.2026 16:06), FAZ Online (DE, 02.08.2026 15:57), T-Online Nachrichten (DE, 02.08.2026 15:39), Welt Online (DE, 02.08.2026 13:00)