SPD holt in Umfrage deutlich auf: AfD nur noch drei Punkte vor Schwesigs Partei

Die politische Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich vor der Landtagswahl am 20. September 2026 höchst dynamisch. Laut einer aktuellen Umfrage liegt die AfD weiterhin vorn, aber die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat deutlich aufgeholt und liegt nun nur noch drei Prozentpunkte hinter der rechtspopulistischen Partei. Die AfD käme demnach auf 35 Prozent der Stimmen, die SPD auf 32 Prozent.

Im Vergleich zu früheren Umfragen, in denen die AfD teilweise mit neun Punkten vorn lag, markiert dieser Trend eine deutliche Wende. Beobachter führen den Aufschwung der SPD vor allem auf die hohe Bekanntheit und Beliebtheit von Manuela Schwesig zurück, die als landesweit bekanntes politisches Gesicht gilt. Ihre Präsenz in der Öffentlichkeit und ihre langjährige Amtszeit als Ministerpräsidentin scheinen nun Früchte zu tragen.

Die bisherige rot-rote Koalition aus SPD und Linken hätte nach den aktuellen Zahlen keine Mehrheit mehr im Landtag. Für eine Regierungsbildung wäre daher ein Dreierbündnis erforderlich – etwa ein rot-rot-grünes oder ein Ampel-Modell. Beide Konstellationen wären jedoch komplex und müssten erst politisch verhandelt werden.

Die Wahlbeteiligung und die endgültige Verteilung der Stimmen bleiben ungewiss. Mit 19 Parteien, die zur Wahl antreten, ist die Lage zudem fragmentiert. Unentschlossene Wähler können sich mithilfe des Wahl-O-Mats der Bundeszentrale für politische Bildung orientieren, der individuelle Positionen mit den Programmen der Parteien abgleicht.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online, ZEIT Online – Deutschland, ntv – Nachrichten, T-Online Nachrichten