Im Zusammenhang mit dem spektakulären Einbruch in eine Bankfiliale im Hamburger Stadtteil Hamm steht nun ein Gerichtsverfahren bevor: Die Staatsanwaltschaft hat gegen fünf Männer Anklage erhoben. Der Überfall, der sich über die Tiefgarage des Gebäudes ereignete, hatte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Die mutmaßlichen Täter drangen nach bisherigen Ermittlungsstand in den Tresorbereich ein und knackten zahlreiche Schließfächer, bevor sie in einem dunklen SUV flüchteten.
Den Angaben der Behörden zufolge sieht die Staatsanwaltschaft den Tatverdacht als hinreichend belegt an. Den Beschuldigten wird schwerer Bandendiebstahl zur Last gelegt. Die Ermittlungen hatten monatelang gedauert und reichten bis über die Landesgrenzen hinaus. Zeugenaussagen, Videoüberwachungsmaterial und Spurenbeweise führten letztlich zu den fünf Tatverdächtigen.
Der Bankraub in Hamburg-Hamm gilt als besonders raffiniert geplant. Die Täter nutzten vermutlich Insiderkenntnisse, um sich Zugang über die Tiefgarage zu verschaffen – ein klassisches Schwachstellenszenario, das nun auch andere Banken in der Stadt zu erhöhter Sicherheit veranlasst hat. Die Polizei betont, dass die Beute bisher nur teilweise sichergestellt werden konnte.
Das Verfahren wird in den kommenden Monaten vor dem Hamburger Landgericht erwartet. Die Justizbehörden rechnen mit einem öffentlichkeitswirksamen Prozess, da das Verbrechen nicht nur durch die kriminelle Cleverness, sondern auch durch die dramatische Fluchtszene Aufmerksamkeit erregte. Die weiteren Ermittlungen laufen parallel, um mögliche Hintermänner oder Komplizen auszuschließen.
Quellen: Welt Online