– Tausende Menschen haben am Donnerstagnachmittag in Potsdam gegen die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen demonstriert. Wie der Tagesspiegel berichtet, versammelten sich Patienten, medizinisches Personal und Angehörige vor dem brandenburgischen Gesundheitsministerium, um gegen Schließungen von Abteilungen und Personalabbau in Krankenhäusern zu protestieren.
– Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Ärzteverbänden und Bürgerinitiativen organisiert. Sprechchöre wie „Gesundheit ist kein Sparbuch“ und „Rettet die Kliniken“ hallten durch die Potsdamer Innenstadt. Auf Plakaten war zu lesen: „Sparen am falschen Ende“ oder „Keine Kürzungen bei uns – wir sind die Pflege!“.
– Hintergrund der Proteste ist eine aktuelle Reforminitiative, die erhebliche Einsparungen im Krankenhausfinanzsystem vorsieht. Dadurch drohen nach Angaben der Veranstalter auch in kleineren Städten des Landes Brandenburg Schließungen von Abteilungen oder ganzen Kliniken – besonders in ländlichen Regionen.
– Ein Sprecher des Bündnisses forderte: „Gesundheit muss eine gesellschaftliche Pflicht sein, kein Kostenfaktor.“ Auch Vertreter von Ärzteverbänden warnten vor einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung, insbesondere in strukturschwachen Gebieten.
– Die Landesregierung betont zwar, dass keine kompletten Kliniken geschlossen werden sollen, doch die geplanten Maßnahmen führten bereits jetzt zu Unsicherheit unter Beschäftigten und Patienten. Das Ministerium kündigte an, Gespräche mit den Betroffenen führen zu wollen – allerdings ohne konkrete Zugeständnisse zu machen.
Quellen: Der Tagesspiegel