Großrazzia in Brandenburg: Polizei stürmt illegales Meth-Labor in Industriegebiet

– Bei einer bundesweiten Großrazzia haben Ermittler ein groß angelegtes illegales Meth-Labor in einer Industriehalle im Bundesland Brandenburg aufgedeckt. Wie ntv und FAZ Online berichten, wurde die Anlage in einem Gewerbegebiet außerhalb Berlins betrieben, wo die Verdächtigen über lange Zeit hinweg hochreines Crystal Meth produzierten.

– Die Polizei beschlagnahmte insgesamt über 30 Kilogramm der hochgiftigen Droge sowie große Mengen an Vorläufersubstanzen und Laborausrüstung. Neben dem Meth sicherten die Ermittler auch Ketamin und Bargeld. Insgesamt wurden mehrere Dutzend Beschuldigte festgenommen, darunter drei mexikanische Staatsangehörige, die offenbar als Spezialisten für die Drogenproduktion angeheuert worden waren.

– Besonders auffällig: Der mutmaßliche Anführer der Bande ist erst 21 Jahre alt. Dennoch sprechen die Ermittler von „Kartell-Dimensionen“ – sowohl bei der Produktionstechnik als auch bei der Vernetzung der Gruppe. Die Behörden gehen von einer engen Verflechtung zwischen deutschen Drogendealern und internationalen Netzwerken aus.

– Das Labor befand sich in einer unauffälligen Halle, die offiziell als Lager genutzt wurde. Die Betreiber nutzten hochprofessionelle Chemiegeräte, um die Droge kontinuierlich herzustellen. Experten warnen vor der extremen Gefährlichkeit solcher Anlagen – nicht nur wegen der Drogen, sondern auch wegen der Brand- und Explosionsgefahr.

– Die Razzia, an der Bundes- und Landesbeamte beteiligt waren, galt gleichzeitig Durchsuchungen in Berlin und mehreren anderen Bundesländern. Die Ermittlungen gegen die Bande laufen weiter. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Gruppe auch in andere kriminelle Handlungen verwickelt war.

Quellen: ntv – Nachrichten, FAZ Online