Stromanschlag in Adlershof: Verdächtige wehren sich gegen Razzia-Beweise

Im September 2025 kam es zu einem schweren Brandanschlag auf einen Technologiepark in Berlin-Adlershof, bei dem rund 50.000 Haushalte zeitweise ohne Strom blieben. Nach monatelangen Ermittlungen führte die Polizei im März 2026 bundesweite Durchsuchungen durch und nahm dabei umfangreiches digitales Beweismaterial in mehreren Wohnungen in Besitz. Laut Ermittlungsbehörden stehen vier Tatverdächtige im Fokus, die dem linksextremen Milieu zuzuordnen sind – unter anderem im Umfeld des Szenehotspots Rigaer Straße 94.

Die Verdächtigen wehren sich nun gegen die rechtliche Verwertung der beschlagnahmten Daten. Wie mehrere Quellen berichten, wird versucht, die Auswertung der beschlagnahmten Geräte gerichtlich zu blockieren. Die Staatsanwaltschaft sieht sich dennoch auf einem guten Weg, um in Kürze Anklage erheben zu können. Dennoch hält die Führung der Ermittlungen aufgrund der Komplexität des Falls und der sensiblen rechtlichen Fragen an der Beweiserhebung noch ab.

Ein möglicher Durchbruch in dem Fall wurde zuletzt durch Hinweise aus dem Anarchomilieu und technische Spuren gesichert. Die Fahnder erwarten, dass der Zeitpunkt für eine konkrete Anklage bevorsteht, wollen aber abwarten, bis der Ermittlungsstand vollständig ausgewertet ist. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit kritischer Infrastruktur in der Hauptstadt auf.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel, Welt Online