In Trier hat sich am Mittwochabend eine tödliche Gewalttat ereignet, die die Universitätsgemeinschaft und die Stadt tief erschüttert. Ein 22-jähriger Student wurde auf offener Straße von einem Kommilitonen mit einem Messer attackiert und erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Der Vorfall geschah in der Innenstadt der moselnahen Hochschulstadt, deren rund 15.000 Studierende normalerweise ein friedliches und akademisches Klima prägen.
Der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Mann afghanischer Herkunft, flüchtete zunächst, konnte aber von der Polizei Trier bereits nach kurzer Zeit in der Nähe des Tatorts gestellt und in Gewahrsam genommen werden. Die Ermittlungen laufen unter Federführung der Staatsanwaltschaft, die ein vorläufiges Tatummot prüft. Ob ein persönlicher Konflikt, psychische Probleme oder fremdenfeindliche Motive eine Rolle spielten, ist bislang unklar.
Die Universität Trier äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme „zutiefst bestürzt“ über den Vorfall. Rektorin Professorin Sabine Kunst kündigte psychologische Betreuungsangebote für betroffene Studierende und Mitarbeiter an. „Unsere Gedanken gelten in erster Linie der Familie und den Angehörigen des Opfers“, hieß es in der Mitteilung. Auf dem Campus wurden Trauerflor und Kerzen niedergelegt, eine Gedenkveranstaltung wird in Vorbereitung sein.
Die Tat wirft erneut Fragen zur Sicherheit an deutschen Hochschulen auf, insbesondere in kleineren Städten, die bisher nur selten von schwerer Gewalt betroffen waren. Die Polizei versicherte, die Lage in Trier sei unter Kontrolle und weitere Gefahren für die Bevölkerung bestünden nicht.
Quellen: Welt Online, ntv – Nachrichten