Ein tragischer Vorfall bei Leipzig nimmt juristische Dimensionen an: Nach der Tigerattacke in Dölzig im sächsischen Landkreis Leipzig ist ein 72-jähriger Mann verstorben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen gegen die Tierhalterin eingeleitet. Der Mann war im Mai von dem Tiger angegriffen worden und hatte schwere Verletzungen erlitten, an denen er nun Wochen später im Krankenhaus starb.
Die 63-jährige Halterin, die selbst Tierpflegerin ist und den Tiger in einem privaten Gehege hielt, zeigte sich gegenüber den Medien erschüttert. „Ich trage eine immense Trauer“, sagte sie. Laut Ermittlern war der Mann kein geschulter Tierpfleger und betrat den Gehegebereich möglicherweise ohne ausreichenden Schutz. Ob Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten wurden, ist Gegenstand der Untersuchung.
Der Fall wirft erneut Fragen zur Haltung exotischer Tiere in Privathand auf. Sachsen verfügt über strenge Genehmigungsverfahren, doch Kontrollen bleiben eine Herausforderung. Die Behörden prüfen nun, ob alle Auflagen erfüllt wurden. Das Gehege ist vorübergehend gesperrt, das Tier wird unter Aufsicht gestellt.
Quellen: MDR – Nachrichten