Ein gewaltiges Unwetter hat in der Nacht zum Mittwoch Teile von Rheinland-Pfalz schwer getroffen und eine Tote sowie mehrere Verletzte gefordert. Im Westerwald und im nördlichen Bereich des Bundeslands wüteten Sturmböen, Starkregen und Blitzschlag, die erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur anrichteten.
Laut Polizeiangaben wurde eine Frau in einem ländlichen Gebiet des Westerwalds tödlich getroffen, als ein entwurzelter Baum auf sie stürzte. Eine weitere Frau erlitt schwere Verletzungen und musste notoperiert werden. Die genauen Umstände der beiden Vorfälle werden noch untersucht.
In mehreren Ortschaften wurden Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert. Besonders betroffen war die Region rund um den Westerwald, wo der Sturm Mauern aus Wohngebäuden riss und Häuser teilweise unbewohnbar machte. Einsatzkräfte waren die gesamte Nacht im Dauereinsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen und Hilfsmaßnahmen einzuleiten.
Das Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Abend vor extremen Gewittern mit Windspitzen bis zu 100 km/h gewarnt. Experten führen die zunehmende Intensität solcher Wetterereignisse auf klimabedingte Veränderungen zurück. Die Landesregierung kündigte an, die Schadenslage umgehend zu bewerten und betroffene Gemeinden bei der Aufräumung und Reparatur zu unterstützen.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel