Ukrainischer Botschafter kritisiert politische Entwicklungen in Sachsen-Anhalt

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Makejew, hat vor möglichen politischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt gewarnt, die aus Sicht Kiews russische Einflussnahme begünstigen könnten. In einem Interview mit der WELT äußerte er sich besorgt über neue wirtschaftliche Verbindungen zwischen Unternehmen in Sachsen-Anhalt und Moskau sowie über die politische Dynamik im Bundesland.

Makejew sprach von Parteien in Deutschland, die „offenbar jeden Morgen Weisungen aus Moskau bekommen“. Obwohl er keine Partei direkt namentlich nannte, richtete sich die Kritik offenbar gegen die AfD, die in Sachsen-Anhalt in Umfragen stark abschneidet. Der Botschafter betonte, dass besonders in Zeiten des Krieges in der Ukraine jede Form der Annäherung an russische staatliche oder wirtschaftliche Akteure sorgfältig geprüft werden müsse.

Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der auch auf Bundesebene über den Umgang mit russischen Interessen in deutschen Kommunen debattiert wird. Sachsen-Anhalt, mit seiner industriellen Basis und seiner geografischen Lage, rückt dabei verstärkt in den Fokus internationaler Beobachter. Die Landesregierung hat bislang nicht auf die Äußerungen des Botschafters reagiert.

Quellen: Welt Online