Immer mehr Menschen in Brandenburg setzen auf Elektro-Mobilität im Alltag: Laut einer aktuellen Umfrage besitzt mittlerweile jeder vierte Einwohner des Bundeslandes ein E-Bike. Das entspricht einer Besitzquote von rund 25 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Damit liegt Brandenburg zwar nicht an der Spitze im bundesweiten Vergleich, aber klar vor der Bundeshauptstadt Berlin, wo der Anteil niedriger ausfällt.
Experten führen die steigende Beliebtheit der Elektrofahrräder in Brandenburg unter anderem auf die ländliche Struktur und die gut ausgebaute Radwegenetz-Infrastruktur in vielen Regionen zurück. „In ländlichen Gebieten sind E-Bikes eine sinnvolle Alternative zum Auto, besonders für kürzere Strecken in die Ortszentren oder zum Bahnhof“, erklärt die Verkehrswissenschaftlerin Dr. Lena Hoffmann von der TU Cottbus. Auch die günstigere Anschaffung im Vergleich zu Elektroautos spiele eine Rolle.
Die Landesregierung begrüßt die Entwicklung und will den Radverkehr weiter fördern. Geplant sind zusätzliche Förderprogramme für den Kauf von Lasten-E-Bikes sowie der Ausbau sicherer Abstellanlagen an Bahnhöfen und Schulen. Dennoch bleibt Brandenburg hinter Spitzenreitern wie Baden-Württemberg oder Bayern zurück, wo die E-Bike-Quote bei über 30 Prozent liegt. Dennoch: Die Tendenz in Brandenburg ist eindeutig steigend.
Quellen: Der Tagesspiegel