Ein kulturelles Highlight der besonderen Art erwartet Kunstinteressierte in Leipzig: Die lange vergessene Malerin Margarethe Freudenberg wird posthum mit einer Sonderausstellung gewürdigt. Die Werke der Künstlerin, die einst in der Region Naunhof lebte, waren jahrzehntelang auf einem Dachboden verschollen. Erst kürzlich entdeckte ihre Familie die Gemälde und stellte sie Expert:innen zur Begutachtung.
Die Galerie in Leipzig erkannte schnell den künstlerischen Wert der Arbeiten. Freudenberg, die in den 1950er und 1960er Jahren aktiv war, schuf expressionistische Landschaften und Porträts, die heute als bedeutender Beitrag zur sächsischen Kunstgeschichte gelten. Ihre Werke zeichnen sich durch intensive Farbkompositionen und emotionale Tiefe aus, beeinflusst von der Landschaft der Muldentalregion.
Die Ausstellung, die ab Mitte August im Leipziger Stadtteil Gohlis eröffnet wird, zeigt rund 40 Gemälde, Skizzen und persönliche Dokumente. Kuratorin Anja Wagner betont: „Margarethe Freudenberg war eine außergewöhnlich talentierte Künstlerin, deren Werk zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Diese Schau ist eine Wiedergutmachung der Kunstgeschichte.“ Begleitend zur Ausstellung finden Vorträge und Führungen statt, die auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Künstlerinnen in der DDR beleuchten.
Quellen: MDR – Nachrichten