Am Rande von Protesten gegen die AfD in Halle ist es am Montagmorgen zu einem Vorfall mit einer Druckluftwaffe gekommen. Wie der Tagesspiegel berichtet, wurde ein Demonstrant leicht im Gesicht verletzt, nachdem ein Schuss aus einer solchen Waffe abgefeuert worden war. Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe eines größeren Anti-AfD-Aufzugs, an dem mehrere hundert Menschen teilnahmen.
Die Polizei bestätigte die Verletzung und gab bekannt, dass der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen hat. Aufgrund der politischen Lage in Sachsen-Anhalt nach dem jüngsten Wahlergebnis werde geprüft, ob der Täter rechtsextreme oder konträre Motive verfolgte. Eine mögliche Verbindung zu extremistischen Gruppierungen sei nicht ausgeschlossen.
Die Druckluftwaffe, die bei dem Vorfall zum Einsatz kam, kann bei kurzer Distanz Verletzungen verursachen, insbesondere im Gesichtsbereich. Der Verletzte erlitt Prellungen, musste aber nicht stationär behandelt werden. Zeugen berichteten von Unruhe unter den Demonstranten, nachdem der Schuss fiel, doch die Lage blieb insgesamt kontrolliert.
Die Stadt Halle hat inzwischen zu besonnenem Vorgehen aufgerufen. Gleichzeitig mahnen Sicherheitsbehörden, dass sich die Spannungslage im Bundesland nach der Wahl weiter zuspitzen könnte. Die Ermittlungen laufen – die Behörden wollen verhindern, dass friedliche Proteste durch Einzeltäter eskalieren.
Quellen: Der Tagesspiegel