Im heißen Wahlkampf vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Armin Laschet ein grundsätzliches Eingeständnis gemacht: Die bisherige Strategie der CDU, die AfD durch eine formelle Brandmauer auszugrenzen, hat nach seinen Worten nicht verhindert, dass die rechtspopulistische Partei weiter an Zustimmung gewinnt. Bei der Talksendung ‚Miosga‘ räumte der ehemalige Kanzlerkandidat ein: „Ja, das ist bitter.“
Laschet betonte jedoch, dass die Union nicht bereit sei, Kompromisse mit der AfD einzugehen. Im Streitgespräch mit einem Politologen geriet er in Rage und warf diesem vor, die CDU in Richtung der AfD drängen zu wollen. „Sie wollen die CDU in Richtung der AfD treiben“, konterte er scharf. Die Debatte zeigte die Zerreißprobe, vor der die Unionsparteien im Osten Deutschlands stehen – besonders in Sachsen-Anhalt, wo Umfragen derzeit einen möglichen Wahlsieg der AfD nahelegen.
Die Diskussion belebt die Debatte über die Zukunft der politischen Mitte. Während die AfD in Sachsen-Anhalt offenbar vor einem historischen Wahlerfolg steht, ringt die CDU um ihre strategische Ausrichtung. Kritiker werfen der Partei vor, durch zu lange Abstinenz im Osten an Glaubwürdigkeit verloren zu haben. Laschets Auftritt markiert einen möglichen Richtungswechsel – auch wenn er betont, dass inhaltliche Annäherung an die AfD ausgeschlossen sei.
Quellen: T-Online Nachrichten, ntv – Nachrichten