Die Windkraftbranche verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 weiterhin einen kräftigen Zubau an Onshore-Anlagen. Laut aktueller Auswertung liegt Niedersachsen an der Spitze der Bundesländer bei der installierten Gesamtleistung, gefolgt von Schleswig-Holstein. Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg bilden jedoch das Schlusslicht – ein Zustand, der strukturell bedingt ist.
Da Hamburg über kaum freie Flächen für große Windkraftanlagen verfügt, ist der Ausbau vor Ort nahezu ausgeschlossen. Stattdessen setzt die Hamburger Landesregierung auf Beteiligungen an Offshore-Projekten in der Nordsee und Kooperationen mit ländlichen Regionen. Dennoch bleibt die bilanzielle Eigenleistung im Vergleich gering.
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Die Diskrepanz zwischen den Zielvorgaben der Bundesregierung und den realen Möglichkeiten der Stadtstaaten wird immer deutlicher. Während Berlin und Hamburg ihren CO2-Ausstoß reduzieren wollen, fehlt ihnen die Fläche, um erneuerbare Energien eigenständig zu generieren. Experten fordern daher eine bundesweite Umverteilung der Ausbauziele, um die Klimaneutralität gerechter zu gestalten.
Quellen: Welt Online