Zugreisende stoppen Frau mit Hitlergruß auf Fahrt von Berlin nach Köln

Eine Zugfahrt von Berlin nach Köln hat sich am frühen Morgen des 29. August zu einem Vorfall mit rechtsextremen Untertönen entwickelt. Eine Frau beleidigte mehrere Mitreisende und zeigte dabei den verfassungsfeindlichen Hitlergruß. Die aggressiven Äußerungen richteten sich offenbar gegen einzelne Fahrgäste, deren Herkunft thematisiert wurde.

Andere Reisende griffen entschlossen ein: Sie konfrontierten die Frau nicht physisch, sondern stellten sich gemeinsam schützend vor die Betroffenen und filmten den Vorfall. Über die Bordhotline informierten sie die Bundespolizei. Der Zugführer wurde eingeschaltet, und eine Lageeinschätzung erfolgte während der Fahrt.

Ankunft im Hauptbahnhof Hannover: Die Bundespolizei wartete bereits auf dem Bahnsteig und nahm die 43-jährige Deutsche in Gewahrsam. Gegen sie wird nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung ermittelt. Die Bundespolizei lobte das Verhalten der Mitreisenden: „Es ist wichtig, dass Zivilcourage gezeigt wird – besonders in solchen Fällen.“

Da die Tat im Zug stattfand, der durch mehrere Bundesländer fuhr, fällt der Fall in die Zuständigkeit der Bundespolizei. Dennoch wirft der Vorfall Fragen auf über Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr – insbesondere auf langen Strecken quer durch Deutschland, darunter auch durch Nordrhein-Westfalen, wo die Fahrt ihr Ziel in Köln hatte.

Quellen: Der Tagesspiegel