Zwei queerfeindliche Angriffe erschüttern Frankfurt

In Frankfurt haben am vergangenen Wochenende zwei queerfeindliche Übergriffe für Empörung gesorgt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Rhein-Main-Liveblog berichtet, wurden zwei Personen in unterschiedlichen Stadtteilen aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung attackiert. Die Vorfälle ereigneten sich in öffentlichen Räumen und wurden von Zeug:innen beobachtet, was zu sofortigen Meldungen bei der Polizei führte.

Bei dem ersten Vorfall wurde eine Person in der Innenstadt von mehreren Unbekannten verbal beschimpft und körperlich attackiert. Der zweite Angriff ereignete sich in der Nähe eines bekannten Treffpunkts der LGBTQ+-Szene im Ostend. In beiden Fällen ermittelt die Frankfurter Polizei wegen Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung. Die Hintergründe werden derzeit intensiv untersucht.

Die Stadt Frankfurt zeigte sich schockiert. Vertreter:innen der Stadtverwaltung und der lokalen LGBTQ+-Organisationen riefen zu Solidarität auf und kündigten eine gemeinsame Kundgebung gegen Hass und Diskriminierung an. „Frankfurt ist eine weltoffene Stadt. Solche Taten lehnen wir entschieden ab“, hieß es in einer Mitteilung. Die Vorfälle werfen erneut die Frage auf, wie sicher queere Menschen in der hessischen Metropole heute leben können.

Die Polizei warnt vor einer Zunahme ideologisch motivierter Gewalt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung. Zeug:innen werden gebeten, sich zu melden. Die Stadt plant verstärkte Präsenz in sensiblen Lagen und eine enge Zusammenarbeit mit Opferberatungsstellen.

Quellen: FAZ Online