Am Frankfurter Flughafen haben sich insgesamt sechs Mitarbeiter mit Malaria infiziert, zwei von ihnen sind an den Folgen der Tropenkrankheit verstorben. Das teilte das Unternehmen Fraport am Mittwoch mit. Die Infektionen werfen erneut Fragen zur Sicherheit am internationalen Drehkreuz auf, wo täglich Tausende Passagiere aus Risikogebieten eintreffen.
Die genaue Infektionsquelle ist bislang unklar. Experten vermuten jedoch, dass die Krankheit durch sogenannte „Airport-Malaria“ übertragen wurde – also durch Mücken, die unbemerkt in Flugzeugen aus Malariagebieten eingeschleppt wurden. Solche Fälle sind selten, aber nicht unbekannt. Mücken können bei längerer Flugdauer im Frachtraum überleben und sich nach der Landung in der Umgebung verteilen.
Das Gesundheitsamt Frankfurt und das Robert-Koch-Institut haben die Lage bereits aufgenommen. Betroffene Mitarbeiter sollen sich bei Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen unverzüglich medizinisch untersuchen lassen. Fraport rief alle Beschäftigten zu erhöhter Wachsamkeit auf und kündigte verstärkte Kontrollen im Bereich der Flugzeugentleerung und des Frachtmanagements an.
Die Infektionen ereigneten sich vermutlich im Umfeld der Abfertigung von Langstreckenflügen aus Afrika. Der Frankfurter Flughafen ist einer der wichtigsten internationalen Verkehrsknotenpunkte und verzeichnet jährlich Millionen Passagiere aus tropischen Regionen. Besonders in den Sommermonaten steigt das Risiko für eingeschleppte Krankheiten.
Die Behörden betonen, dass die aktuelle Lage unter Kontrolle sei und keine Gefahr für die breite Öffentlichkeit bestehe. Dennoch wird geprüft, ob die bisherigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen am Flughafen angepasst werden müssen.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, Süddeutsche Zeitung, FAZ Online