Armenien bereitet sich auf die Parlamentswahlen im Juni vor, die als wegweisend für die zukünftige geopolitische Ausrichtung des Landes gelten. Das Interesse der Europäischen Union und Russlands an diesen Wahlen könnte nicht größer sein, da beide Akteure versuchen, ihren Einfluss in der Region zu sichern.
Die Unterstützung für einen Beitritt zur EU ist in Armenien auf einem historischen Hoch, was auf eine wachsende Abkehr von der traditionell engen Beziehung zu Russland hindeutet. Diese Wahlen könnten somit einen Wendepunkt in der armenischen Außenpolitik darstellen, insbesondere in Anbetracht der jüngsten geopolitischen Spannungen.
Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich möglicher ausländischer Einflussnahme, die das Wahlergebnis beeinträchtigen könnte. Beobachter warnen, dass sowohl die EU als auch Russland versuchen könnten, ihre Favoriten zu unterstützen, was die Integrität des Wahlprozesses in Frage stellt. Der Ausgang der Wahlen könnte entscheidend dafür sein, ob Armenien in die westliche Gemeinschaft integriert wird oder ob es weiterhin unter dem Einfluss Moskaus bleibt.
Quellen: France 24