Das Cannes Film Festival hat in diesem Jahr die Fußballlegende Éric Cantona als einen der Hauptakteure in den Mittelpunkt gerückt. Cantona präsentiert gleich zwei Filme: „Marvellous Mornings“, den Debütfilm der Regisseurin Avril Besson, sowie „Cantona“, eine britische Dokumentation, die seine turbulente Zeit bei Manchester United beleuchtet.
Abseits der Premieren steht das Festival jedoch auch vor einer wachsenden politischen Kontroverse. Hunderte von Filmschaffenden haben die Streaming-Plattform Canal+ und den milliardenschweren Eigentümer Vincent Bolloré wegen dessen Einfluss auf die Filmindustrie kritisiert. In einer Petition fordern sie ein Umdenken und warnen vor einer zunehmenden Kontrolle der politischen Rechten im französischen Film.
Die Kontroversen rund um das Festival werfen einen Schatten auf die glamourösen Ereignisse und spiegeln die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen wider, die auch die Kunst- und Kulturszene in Frankreich betreffen. Cannes bleibt ein Schmelztiegel der Kreativität, doch die politischen Herausforderungen sind nicht zu übersehen.
Quellen: France 24