Die französischen Ex-Geiseln Cécile Kohler und Jacques Paris haben in ihrem ersten Fernsehinterview seit ihrer Freilassung schockierende Details über ihre Haft im Iran preisgegeben. Wie sie gegenüber France 24 berichteten, wurden sie fast vier Jahre lang unter dem Vorwand von Spionagevorwürfen festgehalten.
„Es war eine totale Entmenschlichung“, beschrieb Kohler die Zustände im Gefängnis. Die beiden Franzosen sprachen von systematischer Isolation, psychischer Folter und der ständigen Angst vor willkürlichen Bestrafungen. Dennoch gelang es ihnen, sich gegenseitig Hoffnung zu geben und Strategien zum Überleben zu entwickeln.
Die französische Regierung hatte sich intensiv für die Freilassung der beiden eingesetzt. Außenminister Jean-Yves Le Drian begrüßte die Rückkehr der Landsleute als „Sieg der Diplomatie“. Menschenrechtsorganisationen fordern nun Konsequenzen und eine Aufarbeitung der Vorwürfe gegen den Iran.
Quellen: France 24