In einem aktuellen Schritt, der als Versuch gewertet wird, die Kontrolle über die Region Transnistrien zu festigen, hat Russland angekündigt, den dort lebenden Menschen die russische Staatsbürgerschaft anzubieten. Moldaus Präsidentin Maia Sandu reagierte scharf auf dieses Vorgehen und bezeichnete es als eine Strategie, die darauf abzielt, die territoriale Integrität und die Souveränität Moldaus zu untergraben.
Transnistrien ist eine international nicht anerkannte Region, die sich 1990 von Moldau abgespalten hat und seitdem von einer pro-russischen Regierung geführt wird. Russland hat dort militärische Truppen stationiert, und die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass Moskau die Situation weiter destabilisieren möchte, insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts. Sandu betonte, dass Moldau sich weiterhin um eine Annäherung an die Europäische Union bemühen werde, um die eigene Sicherheit und Unabhängigkeit zu stärken.
Die Moldauer Regierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Einfluss Russlands zu begrenzen und die Gesellschaft über die Gefahren von Desinformation und Propaganda aufzuklären. Sandu appellierte an die internationale Gemeinschaft, Moldau in dieser kritischen Phase der geopolitischen Spannungen zu unterstützen.
Quellen: Politico Europe