Bei seiner ersten Pressekonferenz als gewählter Ministerpräsident hat Péter Magyar am Montag in Budapest eine neue politische Ära für Ungern angekündigt. „Die Ungarn haben klar für einen Regimewechsel gestimmt“, erklärte Magyar vor Journalisten. Der Wahlsieg über Viktor Orbán markiere einen historischen Wendepunkt.
Laut politischen Beobachtern wie der Wissenschaftlerin Eszter Kováts konnte Magyar erfolgreich sein, weil er Orbáns Kulturkampf-Strategien vermied und kompromisslos auftrat. Allerdings warnte Kováts davor, von ihm eine komplette Abkehr von Orbáns Politik zu erwarten.
Die EU sieht den Machtwechsel mit vorsichtigem Optimismus. Ein EUobserver-Kommentar fordert, die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit solle Voraussetzung für die Freigabe von EU-Geldern bleiben, ohne den Prozess zu politisieren.
Quellen: FAZ Online, EUobserver