Sánchez reagiert gelassen auf Pentagon-Spekulationen über NATO-Ausschluss Spaniens

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sich am Freitag gelassen zu Berichten geäußert, die besagen, dass das Pentagon über eine Suspendierung Spaniens aus der NATO nachdenkt. Diese Spekulationen sind aus einem internen Dokument des US-Verteidigungsministeriums hervorgegangen, in dem Optionen erörtert werden, um NATO-Partner wegen eines vermeintlichen Mangels an Unterstützung im Iran-Konflikt zu bestrafen.

Sánchez betonte die Loyalität Spaniens zur NATO und wies darauf hin, dass sein Land ein verlässlicher Partner im Bündnis sei. „Wir machen uns keine Sorgen über solche Spekulationen“, sagte er gegenüber Journalisten. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass auch andere europäische Staats- und Regierungschefs sich hinter Spanien stellten und die Berichte als unbegründet bezeichneten.

Die NATO selbst hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass es keine Bestimmungen für einen Ausschluss von Mitgliedsstaaten gebe. Dies unterstreicht die Position der NATO, dass alle Mitgliedstaaten gleichberechtigt sind und es keine rechtlichen Grundlagen für eine solche Maßnahme gibt.

Die Spekulationen über eine mögliche Suspendierung Spaniens kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt, da Spannungen zwischen den USA und einigen NATO-Partnern im Kontext der internationalen Reaktionen auf den Iran-Krieg bestehen. Die US-Regierung hat in den letzten Wochen verstärkt Kritik an Ländern geübt, die als nicht ausreichend unterstützend wahrgenommen werden.

Quellen: France 24, ARD Tagesschau, Welt Online, ZEIT Online