Ungarns öffentlich-rechtlicher Rundfunk M1 hat am Dienstag für die jahrzehntelange Propaganda und die Verbreitung von Falschinformationen unter der Führung von Ex-Ministerpräsident Viktor Orban um Entschuldigung gebeten. In einem historischen Schritt wurde das Programm für mehrere Stunden ausgesetzt, während eine Botschaft der Reue ausgestrahlt wurde.
Der Sender, der zuvor als Sprachrohr der Regierung galt, hat nun einen klaren Bruch mit dieser Tradition vollzogen. Die Entschuldigung erfolgt inmitten eines breiteren Bestrebens, die Propaganda der Orban-Ära abzubauen und die Glaubwürdigkeit des Rundfunks wiederherzustellen.
Zurück auf dem Bildschirm zeigte M1 einen der bekanntesten ungarischen Filme, der zuvor verboten war. Dies wird als ein Symbol für den Neuanfang des Senders gedeutet, der sich nun auf objektivere Berichterstattung konzentrieren möchte.
Quellen: ARD Tagesschau, BBC News