Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar hat am Mittwoch seine erste offizielle Auslandsreise nach Polen unternommen, nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt. Bei einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk in Warschau wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern angekündigt. Magyar bezeichnete Polen nach seinem Wahlsieg über Viktor Orbán als Vorbild und betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Außenpolitik im Rahmen der Europäischen Union.
Die Gespräche konzentrierten sich auf die Wiederbelebung der Visegrád-Gruppe, die durch die politischen Veränderungen in Ungarn neuen Schwung erhalten könnte. Magyar äußerte den Wunsch, von Polen zu lernen, insbesondere im Hinblick auf die Wiederherstellung des Rechtsstaats und die Bekämpfung von Korruption. Tusk lobte Ungarns „Rückkehr nach Europa“ und begrüßte die Bemühungen um eine Stärkung der bilateralen Beziehungen.
Die diplomatischen Gespräche finden in einem Kontext statt, in dem Ungarn unter der Führung von Magyar auf eine Neuausrichtung seiner Außenpolitik abzielt, die weniger konfrontativ und mehr kooperativ mit europäischen Nachbarn sein soll. Die Herausforderungen, die sich aus den bisherigen Spannungen ergeben haben, sollen durch eine enge Zusammenarbeit überwunden werden.
Quellen: Balkan Insight, RTE News, ZEIT Online, Euronews