Ungarns Staatsmedien nach Wahlsieg: Plötzliche Neutralität überrascht Bevölkerung

Die ungarischen Staatsmedien, die jahrelang als Propagandainstrumente der Fidesz-Partei von Viktor Orbán galten, haben überraschend eine neutrale Berichterstattung über den Wahlsieger Péter Magyar aufgenommen. Wie die FAZ berichtet, können viele Ungarn diese plötzliche Wende kaum glauben.

Bislang waren die staatlichen Sender und Zeitungen bekannt für ihre einseitige Berichterstattung zugunsten von Orbáns Regierung. Nun scheinen sich die Fähnchen im Wind zu drehen, wie es in einem Kommentar heißt. Die neue Neutralität wird als Zeichen für einen möglichen Systemwechsel gewertet.

Reaktionen auf den Wandel

Medienexperten sehen in dieser Entwicklung ein positives Signal für die Pressefreiheit in Ungarn. Gleichzeitig warnen sie davor, dass der Einfluss der alten Eliten noch nicht gebrochen sei. Péter Magyar hat angekündigt, die Gewaltenteilung wiederherzustellen und die Korruption zu bekämpfen.

Quellen: FAZ Online, ARD Tagesschau