Das syrische Interim-Parlament hat am Sonntag seine erste Sitzung in Damaskus abgehalten, ein bedeutender Schritt in der politischen Transformation des Landes nach dem Sturz von Bashar al-Assad. Präsident Ahmed al-Sharaa forderte die Abgeordneten auf, Verantwortung und Kompetenz zu zeigen und eine neue Ära in der syrischen Geschichte einzuleiten.
In seiner Rede betonte Sharaa die Priorität der wirtschaftlichen Verbesserung und die Stärkung öffentlicher Dienstleistungen. Er erklärte: „Heute schreibt Syrien ein neues Kapitel in seiner Geschichte – eines, das unsere Zivilisation, Werte und unser Erbe widerspiegelt.“
Trotz der positiven Rhetorik bleibt die Macht des neuen Parlaments jedoch begrenzt. Kritiker fragen sich, inwieweit es tatsächlich die Vielfalt und die Interessen des syrischen Volkes repräsentiert, insbesondere angesichts der leeren Sitze, die die Druze-Mehrheit in der Region Sweida betreffen.
Die Sitzung wurde als symbolisch für den Übergang in der syrischen Politik angesehen, auch wenn die Herausforderungen, vor denen das neue Parlament steht, enorm sind. Die Überwindung der wirtschaftlichen Krise und die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität im Land bleiben zentrale Anliegen.
Quellen: Al Jazeera English, Times of Israel, ARD Tagesschau