Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag Anklage gegen zwei mutmaßliche iranische Agenten erhoben, die beschuldigt werden, Anschläge auf jüdische Persönlichkeiten in Deutschland geplant zu haben. Unter den Zielpersonen befinden sich der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, sowie der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster.
Die beiden Männer wurden im vergangenen Jahr festgenommen und stehen im Verdacht, im Auftrag eines iranischen Geheimdienstes Informationen über ihre Zielpersonen gesammelt zu haben, um mögliche Attentate vorzubereiten. Die Ermittler berichteten, dass die Verdächtigen eine Reihe von Recherchen durchgeführt und Anschlagspläne konkret ausgearbeitet hätten.
Die Anklage wird im Kontext der sich weiter zuspitzenden Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen gesehen, insbesondere angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Der Fall wirft auch Fragen über die Sicherheit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland auf, die in den letzten Jahren vermehrt Ziel von antisemitischen Angriffen geworden ist.
Die Bundesregierung hat betont, dass sie jegliche Form von Antisemitismus entschieden ablehnt und Maßnahmen zur Sicherung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland verstärkt.
Quellen: FAZ Online, ZEIT Online, Welt Online