Die Spannungen im Nahen Osten haben sich weiter verschärft, nachdem die Huthi-Rebellen aus dem Jemen am Dienstag eine Reihe von Angriffen auf Saudi-Arabien durchgeführt haben. Bei diesen Angriffen wurden über 70 Menschen verletzt, darunter auch Frauen und Kinder. Die Rebellen, die enge Verbindungen zum Iran haben, gaben an, dass sie mehrere strategisch wichtige Ziele getroffen haben, darunter den Abha International Airport und Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco.
Diese Angriffe haben nicht nur zu einem Anstieg der Verletzten geführt, sondern auch die Sicherheit der saudischen Energieinfrastruktur in Frage gestellt. Saudi-Arabien, als größter Ölexporteur der Welt, sieht sich durch solche militärischen Aktionen einem erheblichen Risiko gegenüber. Analysten warnen vor einem möglichen Anstieg der Ölpreise, die bereits auf fast 100 Dollar pro Barrel zugehen. Dies könnte auch erhebliche Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben, die auf die Energieversorgung aus dem Nahen Osten angewiesen ist.
In Reaktion auf die Angriffe hat Iran seine militärischen Fähigkeiten hervorgehoben und betont, dass es bereit sei, präventive Maßnahmen gegen Bedrohungen zu ergreifen. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit den USA, die weiterhin Sanktionen gegen Teheran verhängen. Der iranische Außenminister hat zudem die Notwendigkeit betont, dass Iran in sicherheitspolitische Vereinbarungen der Region einbezogen wird. Dies könnte als Versuch gewertet werden, die eigene geopolitische Stellung in der Region zu stärken.
Quellen: ZEIT Online, Al-Monitor