Israel stoppt Gaza-Hilfsflotte: Alle Schiffe abgefangen

Das israelische Militär hat am Montag alle Schiffe der Global Sumud Flotilla, die auf dem Weg nach Gaza waren, abgefangen. Diese Flottille, die ursprünglich aus 57 Booten bestand, hatte das Ziel, humanitäre Hilfe in den von Israel blockierten Gazastreifen zu bringen. Die Aktion des israelischen Militärs hat international für Empörung gesorgt und wird als weiterer Schritt in der anhaltenden Blockade des Gazas angesehen.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Versuche, Hilfsflotten nach Gaza zu entsenden, um die humanitäre Krise zu lindern. Israel rechtfertigt seine Maßnahmen mit Sicherheitsbedenken und dem Vorwurf, dass solche Flotten von militanten Gruppen genutzt werden könnten, um Waffen in den Gazastreifen zu schmuggeln. Kritiker hingegen behaupten, dass die Blockade und solche Aktionen die humanitäre Situation in Gaza nur verschärfen.

Die Global Sumud Flotilla wurde von verschiedenen nichtstaatlichen Organisationen und Aktivisten organisiert, die auf die Notlage der Palästinenser aufmerksam machen wollen. Die Schiffe waren mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern beladen. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, Druck auf Israel auszuüben, um die humanitäre Lage in Gaza zu verbessern und die Blockade zu beenden.

Quellen: ZEIT Online, Middle East Monitor