Saudi-Arabien arbeitet an einem neuen Plan, der der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) erweiterte Inspektionsbefugnisse einräumen soll. Dies gab der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, bekannt. Obwohl das geplante Abkommen zwischen Saudi-Arabien und den USA nicht die vollständige Unterzeichnung des Zusatzprotokolls umfasst, das der IAEA umfassende Inspektionsrechte gewährt, deuten einige Punkte in den Verhandlungen auf eine Annäherung hin.
Im Juli 2026 hatten die USA und Saudi-Arabien ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Kernenergie unterzeichnet, das Riyadh ermöglichen soll, seine Nuklearinfrastruktur auszubauen. Das Abkommen wird als Teil der Bemühungen Saudi-Arabiens gesehen, seine Energiequellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Die Entwicklungen im Bereich der Nuklearenergie in Saudi-Arabien werfen jedoch Fragen zur regionalen Sicherheit auf und könnten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärfen. Kritiker befürchten, dass eine stärkere nukleare Kapazität Saudi-Arabiens zu einem Wettrüsten in der Region führen könnte, insbesondere in Anbetracht der bestehenden Spannungen mit Iran.
Quellen: Al-Monitor