Türkei führt Großrazzia gegen Gülen-Netzwerk durch

Im Rahmen der Ermittlungen zum zehnten Jahrestag des gescheiterten Militärputschs hat die türkische Regierung eine massive Razzia gegen die Gülen-Bewegung eingeleitet. Insgesamt wurden fast 1000 Festnahmen angeordnet, um mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks zu erfassen, das von der Regierung für den Putsch verantwortlich gemacht wird.

Justizminister Bekir Bozdağ bezeichnete die Operation als eine ‚große Säuberungskampagne‘, die notwendig sei, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Die Razzia fand in verschiedenen Städten im ganzen Land statt und zielt darauf ab, die verbleibenden Strukturen der Gülen-Bewegung zu zerschlagen.

Diese Maßnahmen sind Teil einer kontinuierlichen Politik der türkischen Regierung, die seit dem Putschversuch im Jahr 2016 eine Reihe von Repressionen gegen politische Gegner und mutmaßliche Unterstützer der Gülen-Bewegung durchgeführt hat. Kritiker werfen der Regierung vor, die Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus zu missbrauchen, um die oppositionelle Stimme zu unterdrücken.

Quellen: Spiegel Online