Inmitten zunehmender Spannungen mit den Vereinigten Staaten hat Kuba ein offizielles Handbuch veröffentlicht, das die Bevölkerung auf einen potenziellen Kriegsfall vorbereiten soll. Das Dokument, das als Leitfaden für Familien dient, enthält Empfehlungen, wie man sich im Falle eines militärischen Angriffs verhalten sollte. Dazu gehört unter anderem, einen Rucksack mit Lebensmitteln und Medikamenten bereitzuhalten und sich bei Luftalarm schnell an einen sicheren Ort zu begeben.
Die Ankündigung kommt, nachdem die US-Regierung wiederholt drohte, Maßnahmen gegen die Karibikinsel zu ergreifen. Kritiker im Internet haben das Handbuch als absurd und unangemessen kritisiert, was zu einem Sturm der Häme und Spott auf sozialen Medien führte. Viele Kubaner zeigen sich skeptisch gegenüber den Ratschlägen der Regierung und hinterfragen die Notwendigkeit eines solchen Handbuchs in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen und humanitären Krise des Landes.
Die kubanische Regierung rechtfertigt ihre Maßnahmen mit dem Argument, dass die nationale Sicherheit in Gefahr sei. Die Situation wird zusätzlich durch einen akuten Mangel an Öl und Diesel verschärft, was die ohnehin angespannte humanitäre Lage auf der Insel weiter verschlechtert. Die Bevölkerung sieht sich somit nicht nur mit der Unsicherheit durch die internationalen Spannungen konfrontiert, sondern auch mit den direkten Auswirkungen eines drohenden Versorgungsengpasses.
Quellen: ZEIT Online, Spiegel Online, Welt Online