Der US-Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter von Donald Trump und Verfechter einer aggressiven Außenpolitik, ist am Samstag im Alter von 71 Jahren verstorben. Sein Büro gab bekannt, dass er nach einer „kurzen und plötzlichen Krankheit“ starb, was in politischen Kreisen umgehend Trauer und Schock auslöste.
Graham war eine zentrale Figur in der republikanischen Partei und hatte sich in den letzten Jahren stark für militärische Interventionen und eine harte Linie gegenüber Ländern wie Iran und Russland eingesetzt. Er war nicht nur ein wichtiger Unterstützer Trumps, sondern auch ein aktiver Mitgestalter der US-Außenpolitik.
In Reaktion auf seinen Tod äußerten viele Politiker, darunter Trump selbst, ihre Anteilnahme. Trump bezeichnete Graham als „einen wahren amerikanischen Patriot“ und würdigte seine Verdienste um die Nation. Auch internationale Führer, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, zeigten sich betroffen und lobten Grahams Engagement für die Ukraine.
Nach seinem Tod stehen die Republikaner unter Druck, eine Nachfolge zu finden. In South Carolina sieht das Gesetz vor, dass der Gouverneur einen vorläufigen Nachfolger ernennt, während eine spezielle Wahl zur Bestimmung eines dauerhaften Nachfolgers geplant ist. Graham hätte sich diesen November zur Wiederwahl stellen sollen.
Sein plötzlicher Tod könnte auch Auswirkungen auf die bevorstehenden Midterm-Wahlen haben, da die Republikaner sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten machen müssen, um den vakanten Sitz zu besetzen.
Quellen: KFOR, The Guardian, CountOn2, NBC News