St. Vincent und die Grenadinen: Regierung pausiert Verfassungsänderungen nach öffentlichem Widerstand

Die Regierung von St. Vincent und den Grenadinen hat am Dienstag, den 23. April 2026, die geplanten Verfassungsänderungen ausgesetzt, die auf heftige öffentliche Kritik gestoßen sind. Die beiden Gesetzentwürfe zielen darauf ab, eine verfassungsmäßige Bestimmung zu ändern, die besagt, dass der Oppositionsführer Godwin Friday aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft nicht für das Amt des Premierministers in Frage kommen kann.

Die Entscheidung, die Debatte über die Verfassungsänderungen zu pausieren, kommt nach massiven Protesten und einer breiten Ablehnung in der Bevölkerung. Kritiker sehen in den Vorschlägen einen direkten Angriff auf die politische Opposition und die Demokratie im Land. Friday selbst hat die Änderung als politisch motiviert und als Versuch bezeichnet, ihn und seine Partei von der Macht fernzuhalten.

Die Opposition hat den Schritt der Regierung als einen weiteren Beweis für deren autoritären Ansatz gewertet. Die Situation wirft Fragen zur politischen Stabilität und zur Zukunft der Demokratie in St. Vincent und den Grenadinen auf.

Quellen: The Guardian